Seit kurzer Zeit mehren sich die Fälle, in denen NMR-Röhrchen nicht zur Rotation gebracht werden können. Wir haben inzwischen mehrfach verifiziert, dass es an der mangelnden Qualität der (Billig)-Röhrchen liegt, was im Übrigen zu erwarten war.
Je billiger die Röhrchen, desto grösser die Qualitätstoleranzen (= Marktwirtschaft). Warum das gerade jetzt vermehrt auftritt, kann mehrere Gründe haben:
1) Generell reduzierte Qualität durch den Hersteller
2) Zufällig eine schlechte charge
3) Nur einzelne Röhrchen einer charge sind betroffen = Ausschuss
Besonders im Probenwechslerbetrieb ist es sehr zeitraubend, die in der Automation nicht rotierten
Röhrchen ggf. erfolglos zu checken.
Wir werden deshalb wie folgt vorgehen:
1) Proben, die nicht rotieren, werden ohne Rotation gemessen mit den entsprechenden Qualitätseinbußen in verschiedenen 1D-Spektren.
2) Wir werden auf den Begleitzetteln an den Proben darauf hinweisen, dass das Röhrchen zu vernichten ist (einziger Weg, damit es nicht immer wieder auftaucht) mit dem Ziel, auf diesem Wege die schlechten Röhrchen einer charge zu eliminieren.
Es obliegt dann den Beschaffern,
a) wieviel % Ausschuss sie tolerieren wollen, bevor sie bessere Röhrchen kaufen
b) ob sie nicht gleich bessere Röhrchen kaufen.
Sollte sich die Situation durch gemeinsame Bemühungen nicht verbessern werde ich mich gezwungen sehen, die Annahme von Proben in Billigröhrchen zu verweigern (s. OC), da durch die permanente Fehlbelastung (sehr !) teure Schäden an den Probenköpfen nicht ausgeschlossen werden können.
Merke: billig ist nicht immer = clever oder gar kompetent.
Samstag, 16. Mai 2009
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